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Stethoskop

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Stethoskop (griech. stethos - Brust, skopein - untersuchen). Vor der Erfindung des Stethoskop im Jahre 1819 durch den französischen Arzt René Theophile Laennec (1781 - 1826) war der Arzt gezwungen, das Ohr direkt auf den Brustkorb zu legen, um einen Patienten abzuhorchen. Laennec arbeitete am Neckar-Hospital, als er eine wohl beleibte Frau untersuchen sollte. Sowohl das Alter der Patientin als auch ihr Geschlecht hielten ihn davon ab, sie auf herkömmliche Art zu untersuchen. So rollte er ein Stück Papier und hielt es gegen die Brustwand - das Stethoskop war geboren. Er veröffentlichte seine neue Untersuchungsmethode im Jahre 1819, wenige später wurde sein Stethoskop erstmals aus Holz gefertigt... Der englische Arzt Charles James Blasius Williams (1805 - 1889) entwickelte das populäre trompetenförmige Stethoskop ... ein Stethoskop mit Ohrbügeln und hölzernem Bruststück folgte 1829. George Camman setzte erstmals Gummischläuche für die Schallweiterleitung bei einem Stethoskop ein. Dies war im Jahre 1850 - der Prototyp des Stethoskop ... Howard B. Sprague setzte 1921 erstmals einen klassischen Trichter für ein Stethoskop ein." - übersetzt aus dem Buch "A Dictionary of the History of Medicin" von Anton Sebastian.
 
 
Das Stethoskop ist eine 26-31 cm lange Röhre aus Holz, die unten trichterförmig gestaltet, und an der oben eine runde Scheibe, die so genannte Ohrplatte, gewöhnlich aus Elfenbein, angebracht ist. Das untere Ende von etwa 2,6-3,9 cm Durchmesser muss abgerundet sein, damit es beim Aufsetzen auf die Körperhaut nicht schmerzhaft einschneidet. Beim Gebrauch ergreift man das Stethoskop am trichterförmigen Ende, setzt es genau auf die Oberfläche des Körperteils, welcher untersucht werden soll, so dass es rundum fest aufsitzt, und legt dann das Ohr auf die Ohrplatte.“ - so steht es in Meyers Konversations-Lexikon. Beschrieben ist ein sog. Hörrohr, ein Vorgänger unserer heutigen Stethoskope.
 
 
3M Littmann patentierte eine herausragende Erfindung: Die "Dual Frequency Technologie", die heute bei jedem 3M Littmann Stethoskop zu finden ist. Diese Technik kombiniert die Funktion des Trichters (niedrige Frequenzen) und der Membran (hohe Frequenzen) in einer Seite des Bruststücks. Durch die Änderung des Anpressdrucks wird der Frequenzgang variiert, und das Bruststück muss während der Untersuchung nicht mehr vom Patienten entfernt werden. 
 
 
"Ich rathe daher, so wie eine ausgebreitete Röthe der Haut eine unterliegende Gangrän vermuthen läßt, nebst einer Untersuchung mit der Fingern das Stethoskop zu Hülfe zu nehmen, selbes auf verschiedene Stellen aufzusetzen und während des Horchens mit dem Kopfe öfter leise darauf zu drücken." - aus Medicinische Jahrbücher der kaiserlichen königlichen Österreichischen Staates über die Nutzung des Stethoskop

 

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